Burn-Out. Warum du wirklich daran erkrankst

Burn-out ist in aller Munde. Immer öfter hört man von Menschen im Dauerstreß, von zunehmender Erschöpfung und vielfältigen körperlichen und psychischen Symptomen. Vielen fällt es schwer, sich zurück zu nehmen und auf sich selbst zu achten. Sich selbst kleine Auszeiten zu nehmen und einen Augenblick nach innen zu schauen.

Warum kommt es aber zum Burn-out? Ist es wirklich die Menge an Arbeit, im Privaten und im Beruf? Haben wir zuviele Bälle in der Luft?

Im zweiten Teil meiner Artikelserie erkläre ich, was der eigentliche Grund ist, an Burn-out zu erkranken.

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Wie es zum Burn-out kommt

Eine zentrale Rolle beim Entstehen eines Burn-out spielen Schuldgefühle, das berühmte "schlechte Gewissen". Hierbei sind nicht die Situationen gemeint, in denen man berechtigterweise ein schlechtes Gewissen haben sollte, sondern diejenigen, die eigentlich gar keine Berechtigung haben und somit unangemessen sind.

Um zu erkennen, ob man selbst solche eigentlich unangemessenen Schuldgefühle hat, genügt es, sich selbst in kleinen Situationen zu beobachten:

  • Man nimmt jemandem den Parkplatz weg und macht sich hinterher Gedanken darüber.
  • Man steht für sich und seine eigene Meinung ein, bemerkt aber hinterher an sich selbst ein schlechtes Gewissen.
  • Ein Arbeitskollege oder jemand aus der Familie ist schlecht drauf und im ersten Augenblick hat man das Gefühl, dass man selbst der Grund für diese schlechte Stimmung sei. Man fragt sich, ob man einen Fehler gemacht habe.

Häufig liegen dem schlechten Gewissen sogenannte innere Antreiber zu Grunde. Diese werden auch Glaubensmuster oder Glaubenssätze genannt. Wir haben sie uns im Laufe unseres Lebens angeeignet. Sie wirken wie Filter, durch die wir unsere Umgebung und die Welt wahrnehmen. Alle haben gemeinsam, dass sie unsere grundlegenden Bedürfnisse auf Liebe, Zugehörigkeit, Wertschätzung und Sicherheit decken sollen.

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Die wichtigsten Glaubenssätze

Die wichtigsten Glaubenssätze sind:

  • Ich muss perfekt sein.
    Mit diesem Glaubenssatz ist häufig eine große Angst vor Misserfolg, versagen oder auch nur kleinsten Fehlern verbunden.
  • Ich muss beliebt sein.
    Hieraus resultiert meist starke Angst vor Ablehnung, Kritik und Zurückweisung. Man setzt sich unter Druck, die vermuteten Erwartungen anderer genauestens zu erfüllen.
  • Ich muss Kontrolle haben.
    Hiermit geht eine große Angst vor Kontrollverlust einher sowie die Angst vor ungewissen Situationen in der Zukunft.
  • Ich muss stark sein.
    Kennzeichnend ist für diesen Glaubenssatz starke Angst vor Abhängigkeit jeglicher Art sowie vor eigener Schwäche und Hilfsbedürftigkeit.

Alle Anforderungen, die an uns gestellt werden, werden durch diese Filter hindurch wahrgenommen. Dies führt zu einer speziellen, häufig verzerrten Wahrnehmung der Realität. Unseren eigenen Wert machen wir dann davon abhängig, wie gut wir unsere Ziele erreicht haben. Dabei haben wir aber unsere Messlatte so hoch gehängt, dass wir unseren eigenen Zielen nicht genügen können. Dies führt in der Folge zu großem inneren Stress.

Wir sind nicht mehr in der Lage, eigene aber auch fremde Anforderungen realistisch einzuschätzen. Schuldgefühle oder, anders ausgedrückt, schlechtes Gewissen sind dann häufig die Folge.

Je häufiger wir ein schlechtes Gewissen haben, desto mehr Lebensenergie verbrauchen wir. Gleichzeitig sind wir durch unsere ständige eigene Überforderung nicht mehr in der Lage, neue Energie aufzunehmen.

Häufig steckt also schlechtes Gewissen dahinter, wenn wir

  • das Gefühl haben, uns vor uns selbst oder anderen rechtfertigen zu müssen,
  • nicht Nein sagen können,
  • nicht für unsere eigenen Bedürfnisse einstehen können,
  • vieles, was uns passiert, persönlich nehmen,
  • uns für alle oder alles verantwortlich fühlen und wir sogar für andere Menschen Verantwortung übernehmen,
  • übermäßig harmoniebedürftig sind.

Zusammenfassend können wir also sagen, dass nicht viel Arbeit an sich für das Einsetzen eines Burn-out-Prozesses verantwortlich ist, sondern unser ewig schlechtes Gewissen, weil wir unseren inneren (überhöhten) Ansprüchen nie gerecht werden.

Du auch?

Erkennst du dich in dieser Schilderung wieder? Spürst du auch dieses fast permanent schlechte Gewissen, wenn du mal etwas nur für dich selbst tun willst? Und hast du Angst, auch auf dem Weg in diese Burn-out-Spirale zu sein?

Bitte nimm Kontakt zu mir auf. Gemeinsam finden wir heraus, welche Glaubenssätze dich innerlich antreiben.

Und was du tun kannst, um diesen Kreislauf zu durchbrechen und neue Energie für dich zu sammeln.

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Kontakt:

Heilpraxis für Psychotherapie und Coaching

Thomas Tramm
Heilpraktiker für Psychotherapie
zertifizierter Coach

Langelohe 65
25337 Elmshorn

Tel.: 04121 8066206
mobil: 0172 4258163
e-Mail:
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Praxiszeiten:
Dienstag bis Freitag, 09:00 bis 19:00 Uhr

Hinweis zu den Kosten:
Meine Leistungen als Heilpraktiker für Psychotherapie werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen.

Weitere Einzelheiten erfährst du hier.

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